Die Bürger und Betriebe im Wartburgkreis fragen sich zu Beginn des Jahres 2008 vorallem eines: Was wird uns erwarten? Wird es ein gutes oder ein schlechtes Jahr? Wie geht es weiter mit unserer Heimat?
Diese Sorgen der Einheimischen sind es, die uns stets antreiben, um als Organ der bis 2009 außerparlamentarisch agierenden Patrioten zu fungieren. Denn unser Ziel ist es natürlich, Politik aktiv zu verändern und mitzugestalten. Wir haben bereits viele Probleme im Kreis angesprochen und sehr oft Reaktionen erhalten, die uns in unserer Auffassung bestätigten. So enthüllten wir bspw. in unserer letzten Ausgabe, wie der Staat sich beim Bau von Autobahnen aus der Affäre zieht und Mauteinnahmen in hundertfacher Millionenhöhe an zwei Großunternehmen verschenkt („PPP mit Folgen“). Desweiteren schrieben wir z.B. in Ausgabe 8 über die Verschmutzung und Verwahrlosung des Roten Baches in Eisenach und forderten die Stadtherren auf, dafür zu sorgen, daß dieser gereinigt wird. Nur durch wochenlangen Druck unserer Redaktionsmitglieder und unserem Angebot, ihn selbst zu säubern, wurden die Verantwortlichen tätig. Natürlich wollte man uns nicht dabei haben. Auch unser Chefredakteur, Patrick Wieschke, machte in vielen Einwohnerversammlungen in Eisenach klar, was die Menschen bewegt und wie die Probleme angepackt werden müssen. Mit der „Aktion Proberäume“ verstärkten wir den Druck auf die Eisenacher Verwaltung städtischen Musikgruppen neue Proberäume zu schaffen (s. Leserbrief). Mit der Forderung in Eisenach Kindern schon vor dem dritten Lebensjahr von Seiten der ARGE zuzusprechen sorgten wir dafür, daß dieses Thema endlich auch im Stadtrat behandelt wurde. Sie sehen, auch als noch außerparlamentarische Oppositionsgruppe kann man einiges bewegen, daß soll auch 2008 so bleiben.
Antrieb und Ziel
Antrieb gibt uns das Bekenntnis zur Heimat. Wir wollen nicht, daß unsere Städte und Dörfer überaltern, weil die Jungen mangels Perspektive gehen. Doch von allein stellen sich Veränderungen mit Sicherheit nicht ein, daher sind und bleiben wir politisch aktiv. Zu den kommenden Kommunalwahlen wollen wir antreten, damit die in den regionalen Parlamenten ignorierten und schön geredeten Probleme der Bürger zur Sprache kommen und gelöst werden, aber auch Schluß ist, mit der bloßen Abnickerei dessen, was von „Oben“ kommt. Wir prangern bspw. an, daß in Eisenach ab dem neuen Schuljahr ein Preisanstieg von 10 Cent für die Benutzung des Öffentlichen Nahverkehrs geplant ist (TA v. 12.12.07). Um Innenstädte zu entlasten und unsere Umwelt zu schonen, dürfen die Preise in dieser eigentlich staatlichen Daseinsfürsorge nicht angehoben werden! Ebenfalls plädieren wir auch für den Aus- statt Abbau des Netzes an öffentlichen Verkehrsmitteln. Es ist unserer Ansicht nach ein Armutszeugnis für den Wartburgkreis, daß in vielen Orten keine geregelte Busverbindung existiert. Nach Bernshausen, Mebritz, Bermbach, Reinhards, Föhlritz, Hauenhof etc. pp. fahren in Ferienzeiten bspw. keine Busse, was in der heutigen „mobilen Gesellschaft“ eine Unzulänglichkeit darstellt. Das wollen wir ändern, denn jeder Ort ist Heimat und Heimat braucht Zukunft. Daß ländliche Regionen in der Vergangenheit oftmals das Opfer des Schulschließungswahns des Kreises wurden, ist ebenfalls ein Indiz dafür, daß sich die etablierten Kommunal- aber auch Landespolitiker eben nicht die Stärkung der „strukturschwachen Regionen“ auf die Fahne geschrieben haben. Hier setzen wir ebenfalls an und sind der Auffassung, daß diese Gebiete erst durch den Aufbau und Erhalt einer intakten Infrastruktur attraktiv für Familien und Unternehmen werden und bleiben. Doch die etablierten Blockflöten sehen der Abwanderung anscheinend gelassen entgegen und flüchten sich in die Phrase des „demographischen Wandels“. Daß dieser „Wandel“ kein Naturgesetz ist und es diesen zu stoppen gilt, ist eine unserer Grundauffassungen. Doch natürlich setzen wir uns auch für die Belange der Bürger und Unternehmen in den Städten des Kreises sowie Eisenach ein. Um die historischen Stadtbilder von Eisenach und Bad Salzungen zu wahren und die mittelständischen Betriebe zu schützen, lehnen wir bspw. eine Ansiedlung jeglicher Großmarktzentren bei einem intakten Einzelhandel im Stadtgebiet ab.
Sie sind nicht allein
Das, liebe Leser, um Ihnen nur einen kleinen Auszug aus unserem Wollen und Schaffen zu bieten und Ihnen mitzuteilen, daß wir auch im neuen Jahr jene sein werden, die unbequeme Themen aufs Trapez bringen. Sie sind also auch 2008 nicht allein, denn wir sind für Sie da. Aber auch Sie können uns helfen, indem Sie uns mitteilen, was Sie bewegt: Wir kümmern uns darum! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen auch in diesem Jahr trotz aller politikbedingten Widrigkeiten viel Glück und vor allem Gesundheit! Wir wünschen Ihnen auch, daß ihre Heimat auch Heimat bleibt und sie nicht gezwungen werden, von hier fortzugehen. Wir bleiben ganz sicher hier und packen an.
|